Kantersieg für die Erste
SK Bocholt 1 - SKSC 1: 2:6
Von Martin Böhnke:
In der 4. Runde der NRW-Klasse trat der SKSC beim SK Bocholt an, einem weiteren Vertreter aus dem Schachverband Münsterland.
Die Bocholter sind in unserer Gruppe der deutliche nominelle Außenseiter. Dass man Underdogs jedoch nie unterschätzen sollte, hat der SKSC in dieser Saison bereits beim Pokalaus gegen die SG Wanne leidvoll erfahren müssen. Wir waren also gewarnt, gingen mit dem nötigen Respekt an die Aufgabe heran und wurden dafür mit einem 6,0:2,0 Kantersieg belohnt.
Die Führung konnten wir bereits nach einer halben Stunde an Brett 3 quittieren. Da war nämlich die Karenzzeit abgelaufen, die Georg Waldschmidt warten musste, bis ihm der kampflose Punkt aufgrund Nichterscheinens seines Gegners zugesprochen wurde. 1,0:0,0.
Danach liefen mehrere Partien ruhig in den Remishafen ein. Den Anfang machte ich selbst, nachdem meine Slawische Hauptvariante in einem völlig ausgeglichenen Mittelspiel gelandet war und ich mit Schwarz keine Lust verspürte, Versuche zu unternehmen, Wasser aus einem Stein zu pressen. 1,5:0,5.
Ähnlich sah es Dr. Benjamin Reinholz. Auf seinem Brett ging es zwar turbulenter zu, doch das Ende war das gleiche. In der Französischen Abtauschvariante opferte Schwarz den Bauern b7, um die weiße Dame ins Abseits zu stellen. Es hätte nun einiges Lavierens bedurft, um diese wieder ins Spiel zu bringen. Doch Benjamin schnappte sich auf a7 einen weiteren Bauern, was eine Remisschaukel durch ewige Verfolgung der Dame zur Folge hatte. 2,0:1,0.
An Brett 8 feierte Michael Zygan seine solide Premiere in der ersten Mannschaft. Eine Slawische Abtauschvariante hielt den Ball flach. Nachdem der Gegner seinen Springer auf c5 einpflanzen konnte, hatte er etwas mehr vom Spiel, gab sich aber mit der Zugwiederholung zufrieden. 2,5:1,5.
Ingo Hille griff mit 1.b3 auf die Larsen-Eröffnung zurück und erhielt nach dem Abtausch der Damen aufgrund eines schwarzen Doppelisolanis auf der f-Linie positionellen Vorteil. Aber dem Nachziehenden gelang es, sich der Schwächen zu entledigen und alle Löcher zu stopfen, was auch diese Partie mit der Punkteteilung enden ließ. 3,0:2,0.
Gut lief es für Dr. Christopher Graw. Ein Damengambit führte zu einer bekannten Karlsbader Struktur, in der sich Schwarz das Läuferpaar sichert und dafür einen Doppelisolani zulässt. Die folgende Umgruppierung der Figuren gelang Christopher besser als dem Nachziehenden, so dass sich dieser in ein Endspiel mit Turm plus Bauer gegen Springer plus Läufer flüchtete. In der geschlossenen Position erwiesen sich die beiden Leichtfiguren jedoch dem Turm überlegen und nach dem Fall des dritten Bauern ohne Kompensation strich Schwarz die Segel. 4,0:2,0.
Thorsten Banik bekämpfte mit Schwarz ein Londoner System und bekam Übergewicht am Damenflügel, während Weiß Im Zentrum sowie am Königsflügel nicht vorankam. Schließlich sah sich Weiß gezwungen, seinen Springer für die vorgerückten b- und c-Bauern zu opfern. Die Mehrfigur verwertete Thorsten dann souverän bis zum Matt. 5,0:2,0.
Zu guter Letzt war uns auch noch Caissa gewogen, als sie Dmitrij Rohovoy folgende Möglichkeit servierte.

In der Diagrammstellung hätte Weiß elegant mit 22.Se4 Lxe4 23.Lxh6!! den Sack zumachen können. Doch er fand die Lösung nicht und zog stattdessen 22.Sh3?, wonach Dmitrij mit 22…Dd4+ 23.Dxd4 cxd4 die Damen tauschen und im Endspiel die Mehrqualität verwerten konnte. Endstand: 6.0:2.0.
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