1. Dortmunder Tafel-Turnier


Die Sieger und der Turnierleiter  ( Foto: Egon L. Gennat )

Von links: 1. Peter Trzaska (Turnierdritter vom SK Herne-Sodingen)  2. Marcel Boßhammer (SF Lünen, 5. Spezialpreis) 3. Andreas Wittenberg (Turniersieger aus Recklinghsn., 17 Jahre)   4. Pit Schulenburg (Dtmder. Fachschaftsvorsitzender, Turnierleiter)  5. Viktor Feldkamp (11 Jahre, Turnierküken, 1. Spezialpreis)  6. Daniel Goldbeck (SC Hansa Dortmund, 4. Spezialpreis)  7. Dirk Schiefelbusch (Turnierzweiter vom SC Hansa Dortmund)  8. Leni Stadermann (SV Eichlinghofen, 2. Spezialpreis)  9. Mark Rabe (FS 98 Dortmund, 3. Spezialpreis) 10. Gisela Schönfeld (SV Eichlinghofen, 6. Spezialpreis

Die Dortmunder Tafel mit Hilfe des erfahrenen Organisators Pit Schulenburg richtete ein Schnellschachturnier der etwas anderen Art aus. Anders als bei anderen Schachturnieren galt: Es gab keine Geldpreise zu gewinnen! Der Erlös der Veranstaltung sollte vielmehr unmittelbar der Tafel und ihrer Arbeit zugute kommen. Den Spielern sollte laut jedoch Ausschreibung nichts fehlen: für die 10,00 Euro Startgeld warteten auf sie freie Verpflegung während des Turniers, zahlreiche Natural- und kleine Sachpreise, Pokale, gute Wettkampfatmosphäre sowie das schöne Gefühl, einer guten Sache zu dienen. Ohne Online-Voranmeldung konnte man nicht mitmachen, da das Turnier wohl aus räumlichen Gründen auf 60 Teilnehmer begrenzt war und tatsächlich am Freitag Abend(!!) voll ausgebucht gewesen ist. Von der Warteliste konnte leider kaum einer reinrutschen.
Der Spielort war eine Tafelladen-Kantine, direkt daneben befanden sich Lagerräume und Kühlhäuser. Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter haben die freie Verpflegung vorbereitet und angeboten. Begrüßt wurden wir mit einem Buffet mit belegten Brötchen, Kaffee, Waffeln und anderen leckeren Kleinigkeiten. Wer gedacht hat, dass das Brötchenbuffet alles gewesen sei, hat sich schwer geirrt und musste im Magen Platz für andere leckere Speisen schaffen! Nach der dritten Runde gab es eine Mittagspause, in der Linseneintopf mit Würstchen, drei oder vier Salate sowie verschiedene Desserts nicht nur angeboten, sondern auch serviert wurden. Nach der sechsten Runde gabs Kaffee und Kuchen, in den Mengen, die keiner mehr verzehren konnte. Darüber hinaus standen ganze Zeit  kalte Getränke, etwa 10 Sorten Säfte, Eistee, Punica, Cola, Wasser etc. zur Verfügung rum, jeder so zu sich nehmen, wie er wollte. Nur das Bier gabs da nicht, oder möglicherweise habe ich es übersehen. Auch die Zuschauer profitierten von diesem Angebot – jeder Anwesende war herzlich eingeladen.
Jetzt habe ich genug über das Essen geschrieben und gehe zum schachlichen Teil über.
Mit unseren Platzierungen können wir beide zufrieden sein, auch wenn von den Partien her für beide noch mehr drin gewesen ist. Vielleicht meint man das immer nach einem gespielten Turnier *lach* Jedenfalls hat der Setzlistenerste gegen mich mit Ach und Krach remisiert um eine Runde später gegen Pete eine Klatsche zu kassieren.
Pete belegte mit 7,5 Punkten (7 Siege, ein Remis ein Verlust) den dritten Platz und erhielt einen kleinen Pokal. Meine Wenigkeit belegte den 6 Platz mit 6 Punkten (4 Siege, 4 Remis, ein Verlust).
Das Turnier hat der Jugendliche Andreas Wittenberg geb. 1991 (letztes Jahr noch RE-Altstadt, nun SV Mühlheim Nord) mit 8 Punkten aus 9 Partien gewonnen. Ich habe Andreas kennengelernt, als er erst 10 Jahre alt war und ich die Jugendleitung bei Altstadt machte. Danach war Peter mehrere Jahre für sein Training zuständig, aber heute hat Andreas seinen Lehrmeister geschlagen, nachdem Peter in einer ausgeglichenen Stellung zu viel wollte.
Außerdem haben die uns bekannten Stefan Wickenfeld und Stefan Tunkel teilgenommen. Vor allem Stefan Tunkel hat ein ausgezeichnetes Turnier gespielt und kam auf 6 Punkte, die am Ende den 10 Platz bedeuteten. 
Ist die erste Veranstaltung immer die Beste? Die Frage stelle ich mir nun, denn die Organisation, die Atmosphäre, die Anzahl an Wert- und Sachpreisen, die freie Verpflegung kann man in meinen Augen nicht mehr übertreffen. Ein herrlicher Nachmittag, wofür ich mich herzlich bei den netten ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeitern, die uns während des Turniers begleiteten, bedanken möchte. Ich warte schon gespannt auf die zweite Auflage des Turniers, hoffentlich wird es eine geben!

Ein Bericht von Jenny Leveikina  
Foto: Peter Trzaska

Teilnehmer         Tabelle         Rundenergebnisse

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Kommentare

Ein Foto von mir von mir?

Dem Drittplazierten Peter alias Pete Trzaska von Dortmund aus noch einmal nachträglich herzliche Gratulation. Mit etwas mehr Fortune hätte es für ihn auch den Turniersieg bedeuten können. Noch mehr Bewunderung verdient Pete allerdings dafür, wie er es geschafft hat, das obige Gruppenbild per Selbstauslöser zu schießen. - Scherz beiseite: Fotograf des Siegerfotos ist Egon L. Gennat aus Dortmund! Ich hoffe, Web 2.0 ist in der Lage, den kleinen Fauxpas vollautomatisch zu korrigieren.

Pit Schulenburg
(Leiter des Tafel-Turniers)

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