SKS III findet zu alten Tugenden zurück

Im Verfolgerduell zwischen KS Haltern II und unserer III. zeigte Unsere eine sehr gute Leistung und bezwang die II. von KS Haltern verdient mit 5:3. Einzelergebnisse: Michalicek - Michael Schatte 0:1; Pöter - Heinrich Buddemeier 0,5:0,5; Michaelis - Eckhard Behnicke 0:1; Menge - Thomas Sikorski 1:0; Schrief - Dieter Jeschke 0,5:0,5; Knuth - Lisa Kähmann 0:1; Dreckmann - Helmut Drees 0:1; Baars - Tom Völker 1:0
Bericht: Eckhard Behnicke
Ergebnisse / Tabelle

Eklat in Castrop

In dem Mannschaftskampf Castrop III - SV Constantin I kam es zum Eklat. Die Partie Hartmut Tenschert gegen Joachim Talarski war gerade 12 Züge alt, da stand Tenschert schon auf Verlust. Tenschert, war am Zug, überlegte ca. 40 Minuten, stand dann auf ohne zu ziehen und begab sich an die Theke der Gastwirtschaft. Eine neue Regel besagt, dass der Spieler, der am Zug ist, sich nicht vom Brett entfernen darf. Darauf machte Talarski, nach Rückkehr von Tenschert, aufmerksam. Statt einer Entschuldigung, beschimpfte Tenschert Joachim Talarski derart, dass Talarski nicht bereit war, die Partie fortzusetzen. Das Ergebnis steht also noch aus. Joachim Talarski hatte bei beiden Mannschaftsführern das Weggehen von Tenschert zur Kenntnis gebracht. Man darf gespannt sein, wie hier entschieden wird.
Unter Fide-Regeln des Schachspiels heisst es unter Artikel 12: Das Verhalten der Spieler unter 12.5:

Dem Spieler, der am Zug ist, ist es nicht gestattet, den Spielsaal ohne Erlaubnis des Schiedsrichters zu verlassen.

 

 

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Kommentare

Wenn die 3 jetzt noch gegen Unser Fritz gewinnt ist noch alles drin .Ich drücke mal ganz feste die Daumen .

Wo soll das noch hingehen ? Beide Spieler dürfen während der Dauer ihrer Partie das Brett nicht verlassen ?Oder ,es darf während der dauer der Partie mit niemanden gesprochen werden ?Es könnte ja eine Analyse durchgeführt worden sein .Das geht ja schon zu als würden Kramnik und Topalov gegen einander spielen .Wo soll das noch hin gehen ….

Lieber Lipi.
das musst du falsch verstanden haben. Nur wenn der Gegner gezogen hat und du sitzt gerade, stehst dann aber auf und gehst raus. Das darft du nicht.
Solange der Gegner nachdenkt und am Zug ist, kannst du rumlaufen soviel du willst.

Als beteiligter Mannschaftsführer des SV Castrop-Rauxel interessiert mich einmal die Quelle dieser Meldung, da die angegebene Sachlage so nicht korrekt ist.

Hallo Uwe,
heute Abend hat Joachim Talrski mich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht. Hartmut Tenschert saß ca. 40 Minuten am Brett, zog nicht und stand dann auf um den Spielsaal zu verlassen. So die Schilderung von Joachim Talarski. Allerdings ist der Wortlaut der vulgären Beleidigungen nicht veröffentlicht.
Ich habe meinen Bericht abgeändert.

Ich glaub ja fast, datt datt für folgende Begrifflichkeiten bald ein Eintrag innen Duden geben tut: Ich wurde “getenschert“. Ich “tenscher“ dir gleich eine. Und zum Schluss: Watt “tenschers“ du mich so an.

Lieber Franz,

nachdem ich jetzt deinen neugefassten Bericht und die Kommentare so lese, eine weitere Anmerkung: Vielleicht hättest du uns vor deiner Berichterstattung kontaktieren sollen!

Aber womöglich ist man ja nur in eigener Sache sensibel.

Gibt es denn Jemanden “neutralen”der das alles so bestätigt?
Wo ist denn die Partie?

Hallo Andreas,
die Partie ist verlinkt und steht in der ersten Zeile des Textes.

Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich bei Detlef
Tenschert um einen Pädagogen. ( Oder ist es einer a. D.? )
Egal, wenn derartige Leute auf unsere Schüler losgelassen werden, braucht man sich über diverse Pisa - Studien nicht zu wundern!?

Die Stellung, in der kein Zug mehr geschah, ist aufgrund des Doppelangriffes (Es hängt der Sh4 und es droht die Gabel auf c3) wohl verloren für Weiß.
Die Frust des Weißspielers kann ich nachvollziehen.
Jedoch ist er ganz alleine Schuld an seiner schachlich miserablen Lage.
Ich vermute, mit Verlassen des Spiellokals wollte er keinesfalls fremde Hilfe in Anspruch nehmen - in der Stellung kann wirklich nichts mehr helfen, sondern schlicht und einfach die Flucht ergreifen.
Ich hatte einen ähnlichen Fall in meiner Schachkarriere - mein Gegner - am Zug - ist wortlos aufgestanden. Ich habe ihn im Gegensatz zum Joachim nicht auf seine Zugpflicht beim Rausgehen aufmerksam gemacht. Mir war egal, wohin er mit 1 Fugur+2 Bauern weniger geht.
Nach etwa 10 Minuten habe ich versucht, ihn zu finden bwz. seine Mannschaftskameraden gefragt, wo er denn hin sei.
Tja, er ist nicht wieder aufgetaucht. Wech war der! Nach etwa 1 Stunde konnte ich meinen Sieg auf Zeit verbuchen.
Das mit den “üblen Beschimpfungen”, wenn der Fall so gewesen ist, wie geschildert, darf nicht ohne Folgen bleiben.
Schlechte Verlierer gibt es beim Schach und es wird sie immer geben.
Aber etwas Respekt gegenüber dem Spielpartner (nicht Gegner) erwarte ich - deswegen, lieber Herr Tenschert, wäre nicht schlecht, wenn Sie an dieser Stelle eine Stellungnahme abgeben würden und sich beim Joachim entschuldigen.

Liebe Jenny,

vorab unseren herzlichsten Glückwunsch zum Pokalerfolg!!

Herr Tenschert hat nicht das Spiellokal verlassen, sondern ist erst zur Toilette und dann zum Tresen gegangen. Nach einigen Minuten kehrte er mit seinem Getränk in den Spielsaal zurück. Er ist also nicht geflüchtet. Herr Talarski hat ihn dann in Empfang genommen und mit dem Hinweis auf das “Verlassen des Spielsaales ohne Genehmigung eines Mannschaftsführers” den Punkt eingefordert. Zum den möglichen Strafen kann Art. 13 der FIDE-Regeln eingesehen werden.

Die auf der Seite des SV Constantin aufgeführte Notation ist übrigens nicht vollständig.

Zum Schluss: Vielleicht überlegen alle Kommentatoren einmal ganz allgemein und losgelöst von diesen Vorgängen, dass sie aufgrund der Einlassungen nur einer Seite sehr weitreichende Schlüsse ziehen. Ziehen sie aus dieser Einlassung jetzt bitte keine weitreichenden Schlüsse. Der SV Castrop-Rauxel 1923 wird sich nur noch gegenüber dem Bez.-Spielleiter zur Sachlage äußern.

Ja die Stellung oben bedarf keines weiteren Kommentares-da hat er nicht aufgegeben???Auf was hat er da gehofft???Herzinfarkt bei Talarski???Echt nen fairer Sportsmann!!!Ich habe ihn mal beim Dähnepokal kennengelernt da schrie er nach Turnierruhe-lol.
By the way-wenn ich mal zur Toilette muss ist mir egal wer am Zug ist.

Herr Gräbe,

es ist an der Zeit, dass ich mich als Direkt - Betroffener zu Wort melde.
Zunächst war meine 1. Reaktion nach den unsäglichen Vorfällen vom vergangenen Sonntag:
Sollte die Schiedskammer in besagtem Fall gegen mich entscheiden, werde ich meine aktive Laufbahn beenden. Gute Schachfreunde haben mir davon abgeraten. Damit würde ich nur Ihnen und vor allem Herrn Tenschert einen Gefallen tun. Deshalb bin ich zu dem Entschluss gekommen,
Castrop bzw. Hartmut Tenschert den Punkt zu schenken. Tenschert hat ihn wahrlich verdient!
Sie können stolz auf Ihren Hartmut sein.

Nun zu Ihnen Herr Vorsitzender:

Ich habe Sie bisher stets als sachlichen, fairen Sportsmann kennen- und schätzen gelernt. Ihre Kommentare waren immer seriös, teilweise sogar humorvoll und von Achtung gegenüber dem Gegner geprägt. Ich hielt Sie für den idealen Botschafter des Schachspiels. Davon ist nach Ihren letzten Einlassungen leider nur wenig übrig geblieben.

Folgendes mache ich Ihnen persönlich zum Vorwurf:

1.: Über die verbalen Attacken Ihres „ Klienten“ decken Sie geflissentlich den Mantel des
Schweigens.

2.: Sie haben sich dafür bei mir nicht entschuldigt. Von Hartmut Tenschert hätte ich eine derartige
Reaktion gar nicht erst erwartet.

3.: Sie behaupten, ich hätte den Punkt eingefordert. Das ist wahr – aber erst nachdem mich T.
massiv beleidigt hat.

4.: Sie stellen mich indirekt als Lügner hin, indem Sie behaupten, die Notation auf unserer
Webseite sei unvollständig.“ Woher wollen Sie das wissen?“ Sie glauben also auch hier dem
Verursacher / Beleidiger mehr als mir. Vielleicht hat Herr T. ja auf der Toilette oder an der
Theke eine zusätzliche Variante gefunden. ( Kleiner Scherz von mir )

5.: Ich bin weiß Gott kein Verfechter der neuen Regeln. ( Handyverbot etc. ) Als
Mannschaftsfüher und Vorsitzender in Personalunion sollten Sie wissen, dass man sich an
Regeln zu halten hat.
Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht.

6. : Sie reden ständig von einseitiger Berichterstattung. Gibt es nach Ihrer Meinung 2 Wahrheiten?

Ich habe fertig!!!

Sehr geehrter Herr Talarski,

zu Ihrer obigen Stellungnahme ist einiges zu sagen. Ich bin nicht Vorsitzender des SV Castrop-Rauxel 1923 sondern Spielleiter.

Auf verbale Attacken (Mehrzahl?) des Sfr. Tenschert haben Sie verwiesen, ohne den Wortlaut zu veröffentlichen. Was soll ich da antworten? Es gab ja schon am Ende des Spieltages unterschiedliche Auffassungen.

Als Sie mich über Herrn Tenscherts Abwesenheit informierten, habe ich Ihnen vorgeschlagen, die Partie unter Protest weiter zu spielen, da ich zu diesem Zeitpunkt die Sachlage (z.B. Strafen) nicht überblickte. Außerdem spielte ich ja selbst. Darauf sind Sie nicht eingegangen und haben den Punkt verlangt.

Herr Tenschert hat noch seinen 13. Zug gemacht (m. E. Ld3).
Festgestellt habe ich dies durch Betrachten der Stellung und Einsichtnahme seiner Notation. Ohne Zug hätte Herr Tenschert die Partie auf Zeit verloren und es gäbe diese Situation nicht. Außerdem stellte ich Sie mit keinem Wort und auch nicht indirekt als Lügner hin. Sie haben diesen Zug halt nicht registriert (oder was soll ich sagen?). Die Stellung ist und bleibt weiterhin für Weiß total verloren.

Ich gebe Ihnen wg. der Abwesenheit natürlich Recht. Regeln sind für alle verbindlich und zu beachten. Nur muss dieses spezielle Verhalten nicht automatisch den Verlust der Partie nach sich ziehen. Siehe FIDE-Regeln Art. 13.4!

Ich rede nicht von einseitiger Berichterstattung. Lesen Sie bitte meinen vorherigen Kommentar noch einmal. Dort habe ich “ganz allgemein und losgelöst von diesen Ereignissen” darauf verwiesen, dass aufgrund der Einlassungen einer Seite weitreichende Schlüsse gezogen worden sind. Ich habe darauf verweisen wollen, dass “man” vor der Hinrichtung auch immer die Gegenseite hören sollte.

Es gibt (wahrscheinlich) immer nur eine objektive Wahrheit! Aber subjektive (besser vielleicht: gefühlte) Wahrheiten gibt es immer mehrere. Das sehen wir ja schon in dieser Angelegenheit.

Den Punkt brauchen Sie uns nicht zu schenken. Darüber verfügt nun der Bezirksspielleiter - wie auch immer.

Sie unterstellen, mir mit Ihrem etwaigen Abschied vom Schach einen Gefallen zu tun. Ich muss Sie enttäuschen. Das wäre nicht der Fall. Ich habe Herrn Käding noch am Montag gefragt, ob er Sie kennt. Er meinte, Sie wären ein netter Kerl.

Vielleicht sollten Vertreter unserer Vereine einmal zusammenkommen und diese an den Baum gefahrene Angelegenheit bereinigen.

Glück auf

Mal ganz im Ernst .Ist es fair in einer total gewonnenen Stellung sofort dem Gegner gegenüber den Klugscheißer raushängen zu lassen und ihm zu sagen das man ja die Partie gewonnen hätte weil er das Brett verlassen hat ?Gelassenheit bekommt man nur wenn man über ein paar Dinge hinwegschaut .Wahrscheinlich muss der Gegner dann noch um Vergebung betteln damit man seine ganze Barmherzigkeit zum Ausdruck bringen kann .Und da wundert man sich noch das die meisten Leute nur noch per Internet Schach spielen .Das der Hartmut nicht korrekt gehandelt hat ist klar .Aber es ist halt auch so ,das ,wie man in den Wld hineinruft so es hinauskommt .Auch der Ton spielt die Musik .Der Hartmut war halt etwas angefressen wegen der Partie .Und sowas wie aktive Laufbahn beenden ?!Das ließt sich ja als würde ein Großmeister mit dem aktiven Schach aufhören .Einfach gelassen warten bis die Zeit des Gegners um ist .

Nun sind schon etliche Kommentare zu dem leidigen Thema geschrieben worden. Bevor jemand fragt, wo ist denn der Kommentar des Mannschaftsführers des SV Constantin, hier ist er: Als MF vertrete ich natürlich vorrangig die Interessen meiner Mannschaft. Noch mehr fühle ich mich aber unserer gemeinsamen Freude am Schachspiel verpflichtet. Deshalb sollten alle Beteiligte zu einer sachlichen Betrachtung zurückfinden. Die verbalen Ausfälle des Herrn Tenschert sind unbestritten Auslöser des disharmonischen Ablaufs des Mannschaftskampfes. Dahinter tritt m.E. die Frage zurück, welche Konsequenzen der betr. Regelverstoß auslöst. Hätte Herr Tenschert seine offensichtlich auch aus Ärger über seine kaputte Stellung gewählten beleidigenden Worte nach einigem Nachdenken bedauert, wäre Kollege Talarski bereit gewesen, die Partie fortzusetzen. Leider vermisse ich auch im Kommentar meines MF Kollegen Uwe Gräbe ein Wort des Bedauerns über das Verhalten des Herrn Tenschert. Ausdrücklich bestätige ich aber Uwe Gräbe ein einvernehmliches Bemühen, die leidige Angelegenheit trotz aller Emotionen zu versachlichen.Vielleicht könnte man die ganze Sache mit einer Kiste Bier ertränken!

Wir sind dabei! Habt ihr einen Termin frei?

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