Die Erste erreicht ihr (minimales) Saisonziel
SKSC 1 - SF Katernberg 2: 5.5:2.5
Von Martin Böhnke:
Geschafft!
Bereits zwei Runden vor Ende der Spielzeit hat die erste Mannschaft des SKSC ihr Saisonziel erreicht und den Klassenerhalt in trockene Tücher gelegt.
Mit einer erneut starken Leistung schlug man in der 7. Runde der NRW-Klasse die Zweitvertretung der SF Katernberg deutlich mit 5,5:2,5 und schraubte den Score auf insgesamt 10:4 Mannschafts- und 33,0 Brettpunkte. Besonders beeindruckend ist dabei der letzte Wert, denn nominell hätten uns lediglich 27,5 Brettpunkte zugestanden.
Der Kampf begann ruhig mit einer Reihe Remisen.
Als erster stellte Thorsten Banik seine Gewinnversuche ein. Er hatte es in seinem Trompowsky-Angriff zwar geschafft, dem Nachziehenden einen Doppelisolani auf der f-Linie zuzufügen, doch der war nicht angreifbar und durch aktives schwarzes Figurenspiel kompensiert. So wurde der Friedensschluss vereinbart. 0,5:0,5.
Am ersten Brett bekämpfte Weiß die Holländische Verteidigung von Dr. Christopher Graw mit der ungewöhnlichen Zugfolge 1.d4 f5 2.Dd3 d5 3.g4!?. Christopher hätte nun das Gambit mit 3…fxg4 annehmen können, setzte aber lieber mit 3…g6 seine Entwicklung fort. Nach der langen Rochade von Weiß, hätte die kurze von Schwarz mit lebhaftem Spiel folgen können. Jedoch einigte man sich auf das Unentschieden. 1,0:1,0.
Auch ich schloss mich dem allgemeinen Trend an. Schwarz verteidigte sich gegen meinen Katalanen im Bogoljubow-Indischen Stil. Das führte zu einer geschlossenen Position, in der ich das etwas freiere Spiel hatte. Es stand nun das große Lavieren bevor, das ich mir ersparte, indem ich die Offerte meines Gegners annahm und den Punkt teilte. 1,5:1,5.
Als unglücklich entpuppte sich die Eröffnungswahl von Joachim Berndt, denn es bestätigte sich einmal mehr, wie schwer die Drachenvariante zu spielen ist. Bereits nach 12 Zügen litt Schwarz unter einer zerstörten Bauernstruktur und einem im Zentrum steckengebliebenen König. Joachim versuchte noch ein Qualitätsopfer, doch Weiß gab die Qualität einfach zurück und begann mit dem Einsammeln der Bauern. Als der zweite fiel, strich Joachim die Segel. 1,5:2,5.
Wir hofften jetzt, den Kampf noch ausgleichen zu können, um mit einem 4:4 die Arena zu verlassen. Doch zu unserer freudigen Überraschung kippte bis zur Zeitkontrolle eine Partie nach der anderen zu unseren Gunsten.
Den Anfang machte Edgar Ribbeheger, dessen Gegner schlicht die Uhr vergaß und der daraufhin in völlig ausgeglichener Stellung die Bedenkzeit überschritt. 2,5:2,5.
Wolfgang Förster musste zum zweiten Mal ansetzen, um seinen Altbenoni zum Erfolg zu führen, hatte er seinen klaren Eröffnungsvorteil zunächst vertändelt. Schließlich gelang es ihm aber, den weißen Monarchen ins Freie zu ziehen, wo er von der schwarzen Dame mit Schachgeboten überzogen wurde. Am Ende fiel ein Läufer und der Anziehende streckte die Waffen. 3,5:2,5.
Georg Waldschmidt musste in seiner Tarrasch-Verteidigung zunächst den überaggressiven Ansturm seines Gegners im Zentrum und am Königsflügel abwehren, um dann selbst das Ruder zu übernehmen. In aller Ruhe sammelte er das ihm dargebotene Material ein und als er mit einem ganzen Turm in Front lag, gab sich Weiß geschlagen. 4,5:2,5.
Zu guter Letzt konnte auch Frank Müller den vollen Punkt nach Hause fahren. Im ausgeglichenen Mittelspiel einer Französischen Abtauschvariante glaubte der Nachziehende, eine Kombination erspäht zu haben, um mit Hilfe der schwachen weißen Grundreihe Material zu gewinnen. Das entpuppte sich jedoch als Irrtum. Am Ende verblieb Frank mit einem Springer für zwei Bauern, wonach das Endspiel locker gewonnen war.
Endstand: 5,5:2,5.
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