NRW-Klasse: SKS I - SV Erkenschwick I 3,5:4,5

Knapp vorbei ist auch daneben

 

Wie schon vor zwei Jahren verlief der Mannschaftskampf gegen die SV Erkenschwick sehr abwechslungsreich. Zunächst verrichtete aber die aktuelle Erkältungswelle ihre Arbeit. Erst setzte sie unseren Spitzenspieler Ralf Sandkamp außer Gefecht, dann musste auch der für diesen Kampf angesetzte Schiedsrichter passen. Da aber beide Vereine sich stets sportlich einwandfrei verhalten, setzen die beiden Spielführer Franz Schulze-Bisping und Georg Waldschmidt den Kampf ohne Schiedsrichter an. Erwartungsgemäß gab es keinerlei Komplikationen. Auch, als beim Erkenschwicker Thomas Willemze an Brett 3 das Handy klingelte und uns so unerwartet in Führung brachte.
Einer der vielen Partien, die kippten – wenn auch hier aus „technischen“ Gründen. Die Stellung war angenehmer für Thomas Willemze zu spielen und Bernhard Schippan hätte sich für den halben Punkt noch etwas strecken müssen. Den Ausgleich mussten wir dann durch den Sieg von Frank Erwich gegen Jörg Becker hinnehmen. Eine seht gut heraus gespielter Gewinn. Am ersten Brett brannte Ali Bitalzadeh gegen Roman Tomaszweski ein Feuerwerk ab. Ob wohl alles korrekt war? Man darf Zweifel haben, aber am Brett war die Verteidigung schwer zu führen. Roman gelang es nicht und so gingen dieErkenschwicker in Führung. Den Ausgleich besorgte Dieter Buchenthal. In für ihn gewohnter strategisch anspruchsvoller Manier – unerwartete Manöver gepaart mit taktischen Drohungen – überspielte er seinen Gegner Frank Eggenstein. Dann gingen zwei Partien für uns verloren. Zunächst musste Alexander Langers gegen Marc Erwich die Segel streichen. Er hatte sich leichtfertig von seinem Läuferpaar getrennt und nach Öffnung der Stellung konnte er dem Angriff nicht mehr stand halten. Die Zweite Niederlage verschuldete Georg Waldschmidt gegen Alexander van Beek. Obwohl Georg nach der Eröffnung einen klaren Vorteil erlangte, fand er nicht den richtigen Aufbau um seinen Vorteil auszubauen. Statt sich mit einer völlig ausgeglichener Stellung zufrieden zu geben, stellte er durch einen groben Fehler einen Bauern und die Stellung ein. Ein unnötiger Verlust. 
Trotz des Standes von nun 4:2 für die Gäste aus Erkenschwick sah der Mannschaftskampf nach einem 4:4 aus. Joachim Berndt hatte gegen Christoph Krings eine komplett verlorenen Stellung in ein gewonnenes Turmendspiel umgebogen, welches er dann auch souverän gewann. Auch Jörg Kähmann hatte gegen Franz Schulze-Bisping eine Gewinnstellung klar heraus gespielt. Die Stellung verlangte geduldiges Manövrieren. Auch wenn Jörg nach 6 Stunden Spielzeit einen schnelleren Gewinnweg ausließ, war er stets auf der Siegerstraße. Bis dann die Konzentration nachließ und er eine einfache taktische Wendung übersah, die ihm jegliche Gewinnmöglichkeiten nahm. So wurde es eine 3,5:4,5 Niederlage. Dem Verlauf nach geht das Ergebnis in Ordnung obwohl heute ein Unentschieden oder gar Gewinn möglich gewesen wäre.
Auch wenn wir noch nicht auf einem Abstiegsplatz sind, ist die Lage der Ersten sehr ernst. In drei Wochen sind wir zu Gast beim SK Lasker Köln. Ein ungemein wichtiges „4-Punkte-Spiel“, bei dem wir mit einer möglichst starken Truppe auflaufen müssen, um endlich mal wieder beide Punkte nach Sodingen zu entführen.

  SK Herne-Sodingen 1 - SV Erkenschwick 1 3,5-4,5
1 IM Tomaszewski, Roman (2328) - Bitalzadeh, Ali (2422) 0-1
2 Langers, Alexander (2214) - Erwich, Marc (2415) 0-1
3 FM Schippan, Bernhard (2328) - Willemze, Jeroen (2381) 1-0
4 Waldschmidt, Georg (2261) - van Beek, Alexander (2337) 0-1
5 Becker, Jörg (2227) - Erwich, Frank A.S. (2319) 0-1
6 Berndt, Joachim (2191) - Krings, Christoph (2198) 1-0
7 Buchenthal, Dieter (2208) - Eggenstein, Frank (2092) 1-0
8 Kähmann, Jörg (2238) - Schulze-Bisping, Franz (DWZ 1942) 1/2

Tabelle/Ergebnisse

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Kommentare

In der Partie Berndt - Krings kann Schwaz mit dem schönen Zug 37 … Txc5 (anstelle von Dh5+ sofort gewinnen.
Erst 39 … Dxe3 verliert zwingend. Stattdessen konnte Schwarz mit 39 … Tf8+ immer noch auf Sieg spielen. Diese Varianten sind allerdings bei knapper Bedenkzeit am Brett nicht einfach zu berechnen.

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