Ford SF Köln - SKS : Christopher Graw berichtet

Christopher hat uns einen Bericht über den Mannschaftskampf zugesandt. Vielen Dank dafür!

SKS 1Verehrteste Schachfreunde,

heute war es wieder einmal so weit. Die mutigen Recken unserer allseits geliebten ersten Mannschaft brachen auf ins ferne Colonia, um dort mit dem Kämpen der SF Ford ihre Klingen zu kreuzen. Unterstützt wurden sie diesmal von zwei Gaststars, dem begnadeten Peter "Magic" Traszka und unser aller Idol, Stefan Wickenfeld a.k.a The Latvian Dutchman.

Wie sehr der noch junge Stefan die Kultur unseres Vereins bereits geprägt hat, zeigte sich auch heut wieder, als sowohl Peter (mit der skandinawischen Verteidigung) als auch Joachim Berndt (mit dem Holländer) zwei Verteidigungen spielten, die mit dem Wickenfeldschen Gütesiegel versehen sind.

Der Kampf begann ruhig und ausgeglichen, nur an den beiden vorderen Brettern ergaben sich frühe Vorteile für eine der Seiten. Während meine Wenigkeit durch ein frühes Bauernopfer eine sehr starke Initiative erreichen konnte, kam Alexander Langers an Brett 2 früh unter Druck durch einen starken weissen Freibauern auf der d-Linie. Die anderen Stellungen waren lange im Gleichgewicht.

Entsprechend war es dann auch dem Chronisten vorbehalten, den ersten Sieg dieses Tages zu markieren. Bereits in der Eröffnung war es gelungne, die Dame für Turm und Leichtfigur zu gewinnen. Der Gegner wehrte sich lange tapfer, musste sich aber letztlich geschlagen geben.

Wenig später gewann auch Jörg Becker, dem es ebenfalls gelungen war, unter Bauernopfer den gegnerischen König an der Rochade zu hindern und dessen Gegner letztlich, durch Jörgs Druckspiel erschöpft, eine zweizügige Mattkombination auf der offenen f-Linie zuliess.

Nach diesen beiden Siegen standen die Zeichen sehr gut für unsere Mannschaft, sodass sich "Magic" Pete, der in einer typischen Stellung aus der skandinawischen Eröffnung immer sicher stand, entschloss, das sichere Remis durch Zugwiederholung einem scharfen und unklaren Springerendspiel vorzuziehen.

Joachim Berndts heutige Partie war ein Paradebeispiel für das dynamische Gleichgewicht zwischen Struktur- und Raumvorteil. Ausgangs der Eröffnung erhielt er Raumvorteil und das Läuferpaar im Tausch gegen einige Bauernschwächen. Der Gegner versuchte, dies auszunutzen, musste aber letztlich die Stabilität von Joachims Stellung erkennen und ins Remis einwilligen.

Bei Bernhard Schippan sah es lange Zeit nach einem Spiel auf ein Tor aus. Bernhard folgte einer Partie des starken Meisterspielers Gipslis von der jüngsten Seniorenmeisterschaft und erlangte sicheren Vorteil durch mehr Raum und Läuferpaar. In der Folge kam er durch einige Ungenauigkeiten in der Zeitnotphase in Nachteil, gewann aber schliesslich glücklich durch Zeitüberschreitung des Gegners.

Somit war ein Mannschaftspunkt bereits gesichert und die verbliebenen Partien waren verheissungsvoll.

Jörg Kähmann war es gelungen, den anfänglichen Druck seines Gegners langsam abzuschütteln und selbst eine aktive Position zu erreichen. Der Gegner wurde nervös und erlaubte Jörg zweimal, beide Springer für nur einen Turm zu gewinnen. Wählte Jörg bei der ersten Gelegenheit noch eine andere Fortsetzung, schlug er beim zweiten Mal eiskalt zu und konnte letztlich eine Mehrfigur erlangen, die er sicher in einen Sieg umwandelte. Damit war der Kampf gewonnen.

In der Zwischenzeit war es Alexander Langers gelungen, sich Gegenchancen zu erarbeiten und den gefährlichen gegnerischen Freibauern zu eliminieren. Es sah zwischenzeitig so aus, als habe Alexander in der komplizierten Stellung Gewinnchancen, letztlich musste er sich aber nach der Zeitkontrolle mit einem Remis durch Dauerschach zufrieden geben.

Somit war Jungstar Stefan der letzte, der noch spielte. Nach ruhiger Eröffnung in den Fahrwassern der Damenbauernspiele hatte sich ein durchaus interessantes Turmendspiel ergeben, dass aber letztlich nach langem Kampf im Remis endete. Zuletzt wachten nur noch die beiden Könige über das befriedete Brett.

Insgesamt gelung unserer ersten also ein verdienter, wenn auch etwas hoher Sieg mit 6-2 Brettpunkten in Köln, ein gutes Omen für den bevorstehenden Kampf gegen die favorisierten Hanseaten aus Dortmund.

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Kommentare

Glückwunsch SKS I zum gelungenen Start in die Saison 2911/12. Glückwunsch auch Christopher. Dein Bericht und dein Spiel haben mir gut gefallen. Gruß.Werner

Schöner Bericht, schöne Partie, mehr davon!

Der Bericht ist dir gelungen, Christopher.

Klasse Chris!!!

Dein Spielbericht ist sehr erlebnisvoll!!!!!

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