Das Kribbeln muss man erlebt haben

Die Schacholympiade 2008 startet heute. Auf dieses Großereignis blicken die Freunde des königlichen Spiels mit großer Spannung. Als Besucher der Schacholympiade 1970 in Siegen weiss ich genau, von welchem Kribbeln die Schachfreunde zurzeit erfasst sind. Damals durfte ich live das Matsch Boris Spassky gegen Bobby Fischer erleben. Diese Partie bot einen Vorgeschmack auf das legendäre WM-Match 1972 in Island. Fischer wählte die Grünfeld-Indische Verteidigung. Nach Ablauf der Bedenkzeit wurde die Partie abgebrochen. Hängepartie. Am nächsten Tag ging es weiter. Mit meinen Begleitern, Peter Hütter und Heinken Feldmann suchten wir noch unser damaliges Vereinslokal, Haus Roperz, auf und analysierten. Spassky verbuchte schließlich den Sieg.
 Etwas Besonderes gab es auch noch bei der Schacholympiade. An einem Spieltag wurde der Beginn der Runde um eine Stunde vorverlegt. Dies bekam Viktor Kortschnoi nicht mit. Er kam 61 Minuten zu spät. Dennoch gewann Russland den Kampf 3:1.
 Im Übrigen: Die Fahrt nach Siegen war damals noch nicht so einfach wie heute. Die Sauerlandlinie war noch nicht fertig. So ging es über die B 54 nach Siegen, kurvenreich und Bergauf und Bergab. Dennoch ein Ereignis mit Erinnerungswert.

Ein Erlebnisbericht von Werner Scheibe ( Foto :-)) )

Die letzte Schacholympiade, die in Deutschland stattgefunden hat, wurde 1970 in Siegen ausgerichtet. Einen ausgezeichneten Artikel zur Schacholympiade 1970 hat ChessBase  veröffentlicht.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, dann nehmen Sie sich bitte die Zeit, um einen Kommentar zu schreiben. Das Web-Team des SK Herne-Sodingen freut sich über jede Reaktion. Sie können auch hier einen RSS-Feed per Mail abbonieren.

Kommentare

Noch keine Kommentare.

Hinterlasse einen Kommentar

(erforderlich)

(erforderlich - wird nicht veröffentlicht)