10-Städte Turnier in Eupen

Von Martin Böhnke

Auch im Jahr 2026 startete der SKSC mit dem traditionellen 10-Städte Turnier in die neue Saison. Zur 52. Auflage trafen sich jeweils zwei Teams aus fünf Ländern dort, wo anno 1974 alles begann, nämlich im belgischen Eupen. Der örtliche Königliche Schachklub KSK konnte dabei mit hervorragenden Spielbedingungen im eigenen Vereinsheim glänzen. Dominiert wurden die 9 Runden im 25min Schnellschach von den Schachfreunden aus Metz, die alle ihre Kämpfe gewannen und bereits nach der 8. Runde als Sieger feststanden. Vorjahressieger Wirtzfeld ging als Vize über die Ziellinie, dicht gefolgt vom Ausrichter.

Für uns acht Herner endete das Turnier wie im Vorjahr auf dem 7. Tabellenplatz mit 7:11 Mannschafts- und diesmal 33,0 Brettpunkten. Da unsere Truppe größtenteils aus immer denselben Spielern besteht, war dieser Ausgang auch wenig überraschend. In folgender Reihenfolge traten wir heuer an: Peter Trzaska (1,5/9), Martin Böhnke (4,5/9), Frank Müller (5,0/9), Ansgar Haberhausen (4,0/9), Edgar Ribbeheger (4,5/9), Thomas Lucke (3,5/9), Kai Müller-Kreth (4,5/9) und Simon Bäcker (5,5/9)

 

 

Runde 1: Eupen - Herne 5,5:2,5

Der Auftakt gegen den Ausrichter, mit dem frischgebackenen IM Marcel Harff am Spitzenbrett, verlief zwar nicht ganz so katastrophal wie im Vorjahr, wo wir nur 1,5 Punkte einfuhren, deutlich war die Niederlage dennoch. Ansgar sorgte als einziger für eine Eins, bei Remisen von Edgar, Simon und mir.

Runde 2: Herne - Hemer 4,0:4,0

Das Unentschieden im deutschen Duell ging vom Ergebnis her in Ordnung, der Verlauf war jedoch äußerst unglücklich. Denn als die Zeitnotschlacht begann, es wurde ohne Inkrement gespielt, lagen wir mit 4,0:2,0 vorne. Dann verlor zunächst Peter das remisliche Turmendspiel gegen WGM Voicu-Jagodzinsky und als Edgar einen Turm einstellte, mussten wir uns schließlich mit einem Mannschaftspunkt begnügen. Für volle Brettpunkte hatten zuvor Frank, Ansgar und Kai gesorgt, halbe kamen von Thomas und Simon.

Runde 3: Tilburg - Herne 2,0:6,0

Nach dem harten Kampf gegen Hemer waren wir endlich im Turnier angekommen. Leidtragende waren die Tilburger. Sahen wir gegen die Niederländer in den letzten Jahren selten gut aus, gab es diesmal einen lockeren Kantersieg ohne eine einzige Einzelniederlage zu vermelden. Die Siege steuerten Frank, Kai, Simon und ich bei, während die Übrigen remisierten.

Runde 4: Thionville - Herne 2,0:6,0

Weiter ging es mit einem Sieg in gleicher Höhe gegen den Underdog aus Frankreich. Die Moselstädter kämpften auch bei ihrer dritten Teilnahme gegen die rote Laterne an und wurden dafür am Ende mit Platz 9 belohnt. Immerhin konnten sie gegen uns einen vollen Punkt am Spitzenbrett mitnehmen, Peter war der Pechvogel, sowie zwei Remise, die Frank und Ansgar abgaben.

Runde 5: Herne - Differdange 3,5:4,5

In der letzten Runde des Tages saßen wir den Mannen aus Differdange gegenüber. Im Vergleich zu 2025 etwas verstärkt, lieferten sich die Luxemburger mit uns ein Duell auf Augenhöhe und konnten schließlich knapp aber verdient das bessere Ende für sich reklamieren. Gewonnen haben Edgar, Thomas und Kai, während Frank seinen Punkt teilte. Mehr Glück hatten wir dann beim anschließenden Buffet, bei dem uns ein Platz vorne in der Schlange zugewiesen wurde und wir dadurch Zugriff auf die komplette Auswahl erhielten.

Runde 6: Veldhoven - Herne 3,5:4,5

Der zweite Turniertag begann für uns mit dem Match gegen den Tabellenletzten. Das wurde unerwartet eng, als ich das Kunststück fertig brachte, eine totale Gewinnstellung zu verlieren und auch Thomas und Kai gratulieren mussten. Schlussendlich brachten wir den Erfolg nach Siegen von Peter, Ansgar, Edgar und Simon, bei einem Remis von Frank, dennoch unter Dach und Fach.

Runde 7: Herne - Wirtzfeld 2,5:5,5

Als nächstes ging es gegen den Titelverteidiger, der vorne wieder mit den IM Roeder und Hautot antrat, aber diesmal auf einen zusätzlichen GM verzichtete. Am Ende sprang für die Belgier Platz 2 heraus. Von unserer Seite war außer ein paar Remisen nichts zu holen, welche von Frank, Edgar, Thomas, Kai und Simon geliefert wurden.

Runde 8: Metz - Herne 7,0:1,0

In der vorletzten Runde wartete der Tabellenführer aus Metz auf uns. Die Franzosen zogen einsam ihre Kreise an der Spitze des Feldes und brachten in der Begegnung mit uns den Turniersieg endgültig in trockene Tücher. Mir oblag dabei die Aufgabe, den Ehrentreffer zu schießen. Alle anderen Herner verloren ihre Partien.

Runde 9: Herne - Belvaux 3,0:5,0

Zum Abschluss forderten uns die Luxemburger aus Belvaux, erneut mit GM Michael Hoffmann am ersten Brett, zum direkten Duell um die Plätze 6 und 7. Nach Siegen von Frank, Simon und mir stand es 3,0:3,0, wodurch die Partien von Edgar und Kai entscheiden mussten. Leider geriet Kai mit zwei Mehrbauern in ein Mattnetz und verlor entscheidend Material, wonach die Niederlage von Edgar tabellarisch nicht mehr ins Gewicht fiel.

 

 

Die Abschlusstabelle und die Rundenergebnisse sind auf der Webseite von Differdange zu finden:

www.lecavalier.lu/10ST-20260905-06.htm

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